In 29 Tagen

Studium generale: Mit Foucault die Pandemie verstehen?

Die Corona-Pandemie war kein "Naturereignis", sondern das neuartige Zusammentreffen eines wahrscheinlich schon lange in einem Wildtierreservoir existierenden Virus mit postmodernen, globalisierten Gesellschaften und ihren Regierungstechniken.

Referent: Philipp Sarasin (Universität Zürich).

Die Corona-Pandemie war kein "Naturereignis", sondern das neuartige Zusammentreffen eines wahrscheinlich schon lange in einem Wildtierreservoir existierenden Virus mit postmodernen, globalisierten Gesellschaften und ihren Regierungstechniken. Das bedeutet zum einen: Weil das Virus in seinen Auswirkungen nicht ohne menschliche - medizinische, hygienische, politische etc. - Interaktion verstanden werden kann, kann man es als eine "soziale Konstruktion" deuten. Zum andern und vor allem aber stellt sich die Frage, wie die unterschiedlichen Reaktionsweisen der Regierungen auf die Bedrohung durch das Corona-Virus verstanden werden können. Der Vortrag wird zeigen, dass der französische Philosoph und Historiker Michel Foucault für die Diskussion dieser beiden Fragenkomplexe heute noch relevante Konzepte und Denkanstöße lieferte - er wird aber auch zeigen, wo wir, durch Erfahrung klug, über Foucault hinausdenken müssen.

Corona, Pest und Cholera
Wie Infektionskrisen die Gesellschaft verändern

Studium Generale WS 2022/23

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