In 45 Tagen

Im Paradies - K 150

Johannes Brahms: Schicksalslied op. 54 Rhapsodie für Alt, Männerchor und Orchester op. 53 Nänie op. 82 Gabriel Fauré: Requiem op. 48 Pēteris Vasks: Pater noster

Es ist auffällig, dass Johannes Brahms bei der Auswahl von Dichtungen für seine Chorwerke oft Texte suchte, die sich mit der Einsamkeit des Menschen und seiner Abhängigkeit von den Mächten des Schicksals befassen. So beschreibt Friedrich Hölderlin im gleichnamigen Gedicht zum »Schicksalslied« das endlose Leiden des Menschen. Die »Alt-Rhapsodie«, deren Text aus Johann Wolfgang von Goethes »Harzreise im Winter« entnommen wurde, komponierte Brahms voller Liebeskummer, als Clara Schumanns Tochter einen anderen heiratete. Einen ähnlich traurigen Hintergrund hat die »Nänie«: Friedrich Schiller schrieb den Text als Reaktion auf den Tod eines Freundes und beklagt darin, dass alles vergehen muss. Brahms’ Musik hingegen klingt alles andere als verbittert und traurig. Vielmehr vermag sie zu trösten und Perspektiven zu eröffnen – sei es durch das instrumentale Nachspiel im »Schicksalslied« oder die Wiederholung hoffnungsfroher Worte am Ende der »Nänie«.

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